Erschienen am Samstag, 22. Mai 2010
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Unterstützung für Entwicklungsprojekt

Unterstützung für Entwicklungsprojekt

Die Lernenden Nico Wenger (links) und Matthias Frohofer beim Laborversuch an der Berufsschule Rüti.

Das christliche Schwizer Hilfswerk Diaconia unterstützt junge Lernende in Armenien. Die Rütner Berufsschule dient dabei als Vorbild.

Die von Armut und Kriegen versehrte Kaukasus-Republik Armenien steht oft ausserhalb des öffentlichen Interesses. Es ist ein Land ohne funktionierende Lehrlingsausbildung. Deshalb baut das christliche Schweizer Hilfswerk Diaconia in Eriwan ein Berufsausbildungszentrum auf, in welchem künftig Lehrlinge eine professionelle Berufslehre erhalten sollen. Das von Schweizer Spendern unterstützte Berufsausbildungszentrum wird diesen August fertiggestellt. Es bietet Platz für neun armenische Kleinunternehmen und vier bis fünf Ausbildungsklassen.

Besuch in der Schweiz
Die praktische Ausbildung wird einerseits direkt durch die Firmeneigner erfolgen, andererseits aber auch durch Schweizer Fachleute unterstützt. Parallel dazu werden die Firmenbesitzer in Themen wie Geschäftsführung, Business-Ethik und Finanzmanagement geschult. Im Sommer 2008 ging eine Bäckerei als Pilotprojekt in Eriwan in Betrieb. Dieses Projekt wird fachlich von einem Bäcker-Konditor-Lehrmeister aus der Schweiz begleitet, welcher auch den Wissenstransfer sicherstellt. Damit sich die lokalen Schlüsselpersonen ein Bild machen können, wie sich dieses Projekt in den nächsten Jahren entwickeln könnte, statteten die Länderleiter von Armenien und Rumänien verschiedenen Schweizer Firmen und Berufsbildungsstätten einen Besuch ab. Verschiedene Lernorte wurden von der Delegation in der Schweiz besucht: als Produktionsbetriebe die Linth & Sprüngli in Kilchberg und die Velo-Werkstatt Pedalier in Wald; das Ausbildungszentrum Winterthur, wo Basisausbildungen und überbetriebliche Kurse durchgeführt werden, und abschliessend die Berufsschule Rüti, wo die Besucher auch aktiv am Unterricht teilnehmen konnten.
Laut Berufsschule sichtlich beeindruckt von dem Gesehenen, werden die Länderleiter als Botschafter den Aufbau eines dualen Bildungssystems in ihren Heimatländern weiter vorwärtstreiben. (rp)

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